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Tabakprodukte raus aus Supermärkten und weg von der Straße

05.07.2018  Niemand sieht die kombinierten Bildwarnhinweise ("Schockbilder") auf den Verpackungen von Tabakprodukten gern. Wir auch nicht. Warum will Pro Rauchfrei trotzdem durchsetzen, dass auch Tabakautomaten in Supermärkten, ebenso wie die auf der Straße, mit diesen Warnhinweisen ausgestattet werden müssen?

Wir arbeiten letztlich darauf hin, dass Tabakprodukte nicht mehr im öffentlichen Raum, sondern nur noch in lizenzierten Fachgeschäften angeboten werden, wie z.B. in unserem Beitrag Tabakprodukte aus der Öffentlichkeit ins Private nehmen nachzulesen ist. Denn der eigentliche Skandal sind nicht die verstörenden Bilder von Gesundheitsschäden, die das Rauchen verursacht, sondern die Tatsache, dass krankmachende, ja sogar tötende, Tabakprodukte in Lebensmittelmärkten verkauft werden. Dort sogar an der "goldenen" Premiumstelle an der Kasse. Kann erreicht werden, dass die vom Gesetz geforderten Warnhinweise in angemessener Größe an den Automaten angebracht werden müssen, wäre der prominente Platz an der Kasse wohl nicht mehr zu halten.

Übrigens favorisierte Pro Rauchfrei die Einführung von Einheitspackungen (plain packages) für Tabakprodukte. Diese sollten so schlicht und unattraktiv gestaltet und wiederum nur in Fachgeschäften verfügbar sein, dass es der Bildwarnhinweise nicht zwingend bedurft hätte. Jedoch haben die Tabaklobbyisten in Brüssel verzweifelt darauf hingearbeitet, dass dies in der EU-Tabakproduktrichtlinie nicht realisiert werden konnte. Mit Erfolg. Eigentlich haben also die Hersteller selbst es zu verantworten, dass ihre Produkte die sogenannten Schockbilder tragen müssen. Denn damit konnten sie sich leichter arrangieren durch Verdecken und Verstecken.

Update: Nach der Abweisung unserer Klage werden wir in die nächste Instanz gehen. Wer uns auf diesem Weg finanziell unterstützen möchte, möge uns bitte eine Spende zukommen lassen. Unser Spendenkonto bei der Sparkasse Erlangen: IBAN:  DE86763500000060010119, BIC: BYLADEM1ERH. Wenn Sie dem Link folgen, gelangen Sie auf die Seite mit unserem Paypal-Spendenmodul.

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Minderjährige vor Tabakrauch schützen, das will doch jeder ???

18.06.2018  Die Forderung nach einem Rauchverbot im Auto ist gerade zum wiederholten Mal Thema in der öffentlichen Diskussion. "Nicht mit Kleinigkeiten abgeben", wird im Mindener Tagblatt in einem recht ausführlichen Leserbrief geraten. Das sei doch wirklich unwichtig. - Wie gut kennen wir diese Art der Argumentation. Für den Schutz von Minderjährigen sind alle, ABER...

PR-Flyer "Rauchverbot im Auto im Beisein von Kindern und Schwangeren" ansehen

Das Lippenbekenntnis:

Unsere Kinder sollten natürlich vor Schäden durch Tabak geschützt werden

Wo soll man sie schützen?

Im Auto? Total unwichtig und schränkt Freiheit der Autofahrer ein.
An Haltestellen im öffentlichen Nahverkehr? Hallo? Das ist im Freien - da darf jeder, wie er will...
Auf Spielplätzen? Was? Dann gehen die Eltern woanders hin zum Rauchen und lassen ihre Kinder allein. Geht’s noch?
In ihrem Zuhause? Nannystaat-Methoden! Knechtung des freien Bürgers.
In Freizeitparks? Wen stört denn bei so vielen Leuten so ein bisschen Rauch?
In Sportstätten, wie z.B. Stadien? Und die Fans? Die müssen auf ihr Liebstes verzichten? Da macht doch das schönste Spiel keinen Spaß mehr!
Auf Volksfesten, Jahrmärkten, beim Karneval usw.? Aber nein! Sind Papa und Mama unglücklich ohne Zigarette, leidet das Kind.
In Freibädern, mindestens am Beckenrand, im Kinderbereich und in bestimmten Bereichen von Liegewiesen? Wie bitte? Das ist im Freien! Da darf jeder, wie er will… Und überhaupt sollen die Kleinen schwimmen und nicht atmen.
In Gaststätten? Keiner braucht mit seinem Kind in eine Gaststätte zu gehen, in der geraucht wird.
In Gaststätten bei Famlienfeiern? George Orwell lässt grüßen: 1984 und so...
Auf den Pausenhöfen und vor den Eingängen vor Schulen? Sonst noch was? Dann kriegen die Nachbarn die Kippen alle in ihre sauberen Vorgärten geworfen. Das geht gar nicht.
Auf den Decks von Schiffen? Raucht wer auf einem Deck, sollen die Familien halt aufs andere Deck gehen. Ist doch ganz einfach.
Präventiv durch den Abbau von öffentlich zugänglichen Tabakautomaten? Jugendliche können da doch nicht ran. Nein, nein, nein und nochmals nein, das kann und darf nicht sein!
Präventiv durch den Verzicht auf Tabakwerbung? Horrender Eingriff in die Grundrechte. Zigaretten sind zwar letal, aber legal.
Präventiv durch den Verzicht aufs Rauchen zumindest in Vorabendserien? Peanuts! Und überhaupt haben wir noch kein Riech-TV!
Präventiv durch das Verbot von Werbeaktionen und Sponsoring bei Festivals und anderen Jugendveranstaltungen? Die Open Airs gehen doch reihenweise pleite, wenn die Geldgeber keinen Gegenwert für ihren Zaster kriegen. Außerdem: Wer nicht rauchen will, muss nicht rauchen. So einfach ist das.

 

Fazit:

Wenn nicht hätte-könnte-müsste und nicht so vieles wichtiger wäre, dann, ja dann könnten unsere Kinder vor Tabakrauch geschützt werden. Aber es geht nicht. Leider, leider...

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Mit Herz und Verstand für den Nichtraucherschutz

Zum Weltnichtrauchertag 2018 am 31. Mai informiert Pro Rauchfrei über seine Arbeit am Beispiel von sechs Problemfeldern im Nichtraucherschutz

26.5.2018  Wie jedes Jahr vor dem Weltnichtrauchertag wird auch dieser Tage wieder häufig an Raucher appelliert, ihre Sucht aufzugeben. Abgesehen von den eigenen Vorteilen bedeutet jeder Raucher weniger für die Nichtraucher in seiner Umgebung sowie für die Umwelt einen echten Gewinn. Doch der Staat engagiert sich sowohl in der Tabakentwöhnung wie auch im Nichtraucherschutz nur halbherzig. Ein echter, wirksamer Nichtraucherschutz sollte bundesweit einheitlich sein, sich weiterentwickeln und für alle und überall greifen, gerade auch für die Kinder. Unsere Broschüre befasst sich mit den Themen Rauchen in der Gastronomie, Tabakwerbung und Tabakautomaten, Passivrauchen von Kindern, Rauchen im Auto, in Filmen und im Wohnbereich. Mit Ihrer Stimme und Ihrem Engagement können Sie unsere ehrenamtliche Arbeit im eigenen Interesse unterstützen.

Mit Klick auf das Vorschaubild öffnet sich die Broschüre (Pdf, 4,1 MB)