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Tabakautomaten weg aus rauchfreien Bahnhöfen!

Das ständig präsente Angebot an Tabakwaren fördert Verstöße gegen die Rauchverbote

Rauchfrei sollen die Bahnhöfe sein, und auf oberirdischen Bahnsteigen soll nur in gekennzeichneten Bereichen geraucht werden. Ersteres legt das Bundesnichtraucherschutzgesetz fest, Letzteres die Deutsche Bahn bzw. S-Bahnen mittels ihres Hausrechts.

Warum funktioniert das jedoch so wenig? Sicher, fehlende Kontrollen, rauchendes Bahn-Personal, widerspenstige Raucher gehören zu den Ursachen. Aber liegt es nicht auch an der allzu engen Verbindung zwischen Bahn(höfen) und Tabakautomaten? Allein der Anblick eines solchen Automaten löst bei den meisten Rauchern einen Rauchimpuls aus. Also, schnell eine neue Packung Zigaretten gekauft und dann – Rauchverbot! Da passt etwas nicht zusammen. Und so mancher Raucher ist sich daher sicher, dass die Bahn es mit den Rauchverboten nicht gar so ernst meint.

Überall an Bahnhöfen finden sich Tabakautomaten und verleiten zum Rauchen

Eine Entfernung der Zigarettenautomaten in und an Bahn­hofs­gebäuden und auf Bahnsteigen und damit einhergehend der Verzicht auf die Einnahmen durch Provisionen würde klar erkennen lassen, dass es die Deutsche Bahn ernst meint mit ihren „rauchfreien“ Bahnhöfen. 

Mit Klick auf das Vorschaubild öffnet sich das Pdf "Wo gibt's am Bahnhof Zigaretten" mit 13 Fotos und der Hausordnung der Deutschen Bahn. 

 
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S-Bahn Berlin GmbH kontrolliert Rauchverbot nicht besser

Starke Ankündigung, schwache Umsetzung: Berlins S-Bahnhöfe sind verraucht wie eh und je

11.11.2016  Im Frühjahr 2016 verkündete die S-Bahn Berlin GmbH in ihrer Pressemeldung "S-Bahn Berlin forciert Nichtraucherschutz auf Bahnhöfen", es solle die Einhaltung des Rauchverbotes künftig kontrolliert werden.

Was hat sich seitdem geändert? Nichts. Es ist praktisch nicht möglich einen (zumindest gut frequentierten) oberirdischen Bahnsteig der S-Bahn zu betreten, ohne an irgend einer Stelle jemanden rauchen zu sehen bzw. zu riechen. Würden tatsächlich Kontrollen erfolgen und Vertragsstrafen eingefordert werden, so wäre diese unsägliche Situation nicht gang und gäbe.

Auf dem Bild sieht man eine junge Frau direkt am Abfertigungshäuschen rauchen. Dem Mitarbeiter der S-Bahn Berlin kann das nicht entgangen sein, aber er ignoriert es (Der Mitarbeiter setzte sich zurück, als er merkte, dass ein Foto aufgenommen wurde). Natürlich hat ein Zugabfertiger nicht die Zeit, Personalien aufzunehmen, aber er kann auf das Rauchverbot hinweisen.

Mit der Pressemeldung scheint die S-Bahn Berlin GmbH ihre Kunden auf den Arm nehmen zu wollen, ganz im Sinne des Mutterkonzerns Deutsche Bahn, die rauchfreie Bahnhöfe verspricht, aber stattdessen Raucher in einem markierten Bereich rauchen lässt, als ob es dort unsichtbare Wände gäbe, die eine Ausbreitung des Rauches verhinderten. Wie wenig der nichtrauchende Fahrgast der Deutschen Bahn wert ist, zeigt die Aussage einer Zugbegleiterin auf die Bitte, vor dem Halt mit einer Durchsage darauf hinzuweisen, nicht vor den Türen des Zuges zu rauchen: „Ich verstehe Sie gut, aber das ist von der Geschäftsleitung nicht erwünscht.“

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Höchste Zeit für das Tabakwerbeverbot!

Tabakwerbeverbot jetzt beschließen!

Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finden es 65 Prozent der Befragten nicht gut, dass Tabakwerbung in Deutschland erlaubt ist, und glauben 62 Prozent der Befragten, dass eine weitere Einschränkung der Tabakwerbung Kinder und Jugendliche am besten vom Rauchen abhalten kann. Quelle