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Mit Herz und Verstand für den Nichtraucherschutz

Zum Weltnichtrauchertag 2018 am 31. Mai informiert Pro Rauchfrei über seine Arbeit am Beispiel von sechs Problemfeldern im Nichtraucherschutz

26.5.2018  Wie jedes Jahr vor dem Weltnichtrauchertag wird auch dieser Tage wieder häufig an Raucher appelliert, ihre Sucht aufzugeben. Abgesehen von den eigenen Vorteilen bedeutet jeder Raucher weniger für die Nichtraucher in seiner Umgebung sowie für die Umwelt einen echten Gewinn. Doch der Staat engagiert sich sowohl in der Tabakentwöhnung wie auch im Nichtraucherschutz nur halbherzig. Ein echter, wirksamer Nichtraucherschutz sollte bundesweit einheitlich sein, sich weiterentwickeln und für alle und überall greifen, gerade auch für die Kinder. Unsere Broschüre befasst sich mit den Themen Rauchen in der Gastronomie, Tabakwerbung und Tabakautomaten, Passivrauchen von Kindern, Rauchen im Auto, in Filmen und im Wohnbereich. Mit Ihrer Stimme und Ihrem Engagement können Sie unsere ehrenamtliche Arbeit im eigenen Interesse unterstützen.

Mit Klick auf das Vorschaubild öffnet sich die Broschüre (Pdf, 4,1 MB)

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Wo kommt all der Feinstaub her?

"Wo kommt bloß all der Feinstaub her?" fragten sich die Stuttgarter Nachrichten und begleiteten Dekra-Mitarbeiter bei deren Messungen an verschiedenen Orten in Stuttgart. Von der berüchtigten Kreuzung am Neckartor bis hin zum Raucherraum im Dekra-Gebäude. Wir veranschaulichen die Ergebnisse in einem Diagramm.


Der Link zum Zeitungsartikel der Stuttgarter Nachrichten

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Tabaklobbyist als Fraktionsvorsitzender!

23.04.2018   Offener Brief von Pro Rauchfrei an die MdB von CDU/CSU und zur Kenntnis an die Abgeordneten der anderen Bundestagsparteien.

Steht ein Vorsitzender der Unionsfraktion über den parlamentarischen Regeln?

Das fragen sich viele Bürgerinnen und Bürger, spätestens seit Unionsfraktionsvorsitzender Volker Kauder im Sommer 2017 das vom Kabinett vorgeschlagene Tabakwerbeverbot im Bundestag kurzerhand von der Tagesordnung nahm und so dessen Lesung verhinderte. Es bestünden noch "Bedenken einiger Abgeordneter", ließ er verlauten.

Nun sind Lesungen gerade dazu da, dass dort Bedenken formuliert und ausgeräumt werden, oder? Der wahre Grund für Herrn Kauders diktatorische Handlung war wohl seine Angst, das Tabakwerbeverbot könnte vom Parlament angenommen werden und er selbst seinen Lobbystatus für die Tabakindustrie mit allen persönlichen Annehmlichkeiten verlieren. Dies wäre seiner jahrelangen Zuarbeit zum Vorteil der Tabaklobby völlig zuwidergelaufen. Schließlich hatte er u.a. der JU bei einem Treffen versprochen, aus dem Werbeverbot würde nichts werden.

Unvergessen bei Pro Rauchfrei ist auch das Unterschieben eines Positionspapiers des damaligen Verbands der Cigarettenindustrie (VdC) als Blaupause für die zu erstellenden Nichtraucherschutzgesetze. Diesem Positionspapier entstammt u.a. die noch heute in vielen Bundesländern gültige Regelung, dass es Raucherkneipen und -zimmer in Gaststätten gibt. Pro Rauchfrei hatte diesen Skandal damals offengelegt und Frontal21 darüber berichtet.

Sehr geehrte/r (Name), wollen Sie wirklich in diesem wichtigen Amt eine Person behalten, die für zwei widerliche Grundsätze steht:
1. Gegen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger sollen die Gefahren durchs Rauchen weiterhin verharmlost werden.
2. Ihr Fraktionsvorsitzender entscheidet letztlich in Gutsherrenart darüber, über welche Fragen Sie beraten und abstimmen dürfen.

Deshalb empfehlen wir Ihnen dringend: Gönnen Sie Ihrer Fraktion einen demokratischeren Neuanfang und wirken Sie darauf hin, dass der Unionsfraktionsvorsitz neu besetzt wird. Je früher, desto besser.

Mit freundlichen Grüßen
Bundesvorstand Pro Rauchfrei e.V.
Lobby der Nichtraucher

Übrigens: Volker Kauder steht schon sehr lange auf der Anklagebank von Pro Rauchfrei.