Bundespräsident Wulff - auch für den Nichtraucherschutz moralisch nicht tragbar

In letzter Zeit ist Präsident Wulff ja ernsthaft in die Kritik geraten. Viele Menschen halten ihn nicht mehr für glaubwürdig (aktueller Deutschlandtrend Extra, ARD). Über die aktuellen Vorwürfe muss Pro Rauchfrei e.V. nicht urteilen. Wohl aber lohnt es sich, noch einmal einen Blick zurück in die Vergangenheit zu werfen:

Damals Ministerpräsident von Niedersachsen, war Wulff bekannt für seine engen Beziehungen zur Tabakindustrie. Im Jahr 2007 wollte er in seinem Land den Wirten zunächst völlig freie Wahl lassen. Pro Rauchfrei e.V. hatte ihn dann wegen Bestechlichkeit und Vorteilsannahme angezeigt: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,475538,00.html

Schließlich gab Wulff dem Druck auch aus den eigenen Reihen nach und Niedersachsen bekam zusammen mit Baden-Württemberg bereits im August 2007 ein im Vergleich zu heute relativ striktes Nichtraucherschutzgesetz.

Bundespräsidenten waren in der Vergangenheit wegen ihrer Nähe zur Tabakindustrie in der Kritik. Besonders die Körber-Stiftung (Hauptaktionär der Körber-AG, welche Zigarettenmaschinen herstellt) wurde als soziales Deckmäntelchen für ihr schmutziges Geschäft hofiert. So finanziert die Körber-Strifung den  Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten oder den Bergedorfer Gesprächskreis, zu dem 2011 Bundespräsident Wulff sogar ins Schloss Bellevue eingeladen hat.