Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin, muss gehen

Pro Rauchfrei e.V. fordert den Präsidenten der Berliner Ärztekammer zum Rücktritt von all seinen Ämtern auf

"Wenn sich ein Arzt, noch dazu in einer öffentlich exponierten Stellung, von der Tabakindustrie derart instrumentalisieren lässt, dass er gegen alle wissenschaftlichen Erkenntnisse und Vernunft dem Rauchen sogar in Krankenhäusern das Wort redet, dann muss er von allen seinen Ämtern in der Ärzteschaft zurücktreten. Wer solchen Schwachsinn äußert, hat sich akademisch diskreditiert und darf nicht erwarten, dass man seinen Doktortitel noch ernst nimmt“, so Siegfried Ermer, Vorstandsvorsitzender von Pro Rauchfrei. Und aus dem Vorstand der Bundesärztekammer muss er sofort ausgeschlossen werden, verlangt Pro Rauchfrei.

Für den Verband ist es bezeichnend, wie stark noch immer die Verfilzung von Tabakindustrie und Medizin in Deutschland ist, dass ein tabaksüchtiger Arzt in so exponierte Positionen gelangt. Es wird daran erinnert, dass zahlreiche Mediziner in der Vergangenheit auf der Gehaltsliste der Tabakindustrie standen und wohl noch immer stehen. Sie sind nicht unmaßgeblich schuld daran, dass ein echter Nichtraucherschutz in Deutschland noch immer nicht gegeben ist.

Jonitz nutzt seine Stellung als Kammerpräsident dazu, mit einem Vortrag bei einem Zigarrenhändler seine eigene Sucht mit haarsträubenen Thesen zu rechtfertigen, die ihn nun zum Handlanger der Tabakdrogenindustrie macht. Ein Skandal, welche Leute in Deutschland die Öffentlichkeit manipulieren und instrumentalisieren und damit seit Jahrzehnten dazu beiträgen, dass mafiöse Tabakkonzerne ihre Lügengeschichten weiterverbreiten dürfen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.