Tricksereien beim Nichtraucherschutz lohnen nicht

Wirtin muss Buße zahlen

Pro Rauchfrei Großplakat für den Volksentscheid in Bayern 2010

07.07.2016 Vermeintlich ein Raucherparadies schuf eine Wirtin eines recht unauffälligen Lokals im Münchner Süden. Zufällige Passanten  wurden durch das Schild „Geschlossene Gesellschaft“ am Fenster vom Eintreten abgehalten. Dieses Schild hing dort Tag und Nacht.

Für den Fall von Kontrollen war es so eingerichtet, dass immer jemand „Geburtstag“ feierte – inklusive Gästeliste. Dieser Trick war aber irgendwann überstrapaziert und flog auf. Drei Bußgelder hatten sich schon angesammelt, die Wirtin hatte dagegen Widerspruch eingelegt und landete schließlich  vor Gericht– ausgerechnet am 4. Juli, dem Tag, an dem vor sechs Jahren der Volksentscheid zum Nichtraucherschutz in Bayern erfolgreich abgehalten wurde. Pro Rauchfrei war damals Mitinitiator.

Die Bußen muss die Gastronomin nun bezahlen, wenn auch reduziert, denn sie lebt am Rande des Existenzminimums. Von rauchenden Gästen lebt sich’s eben schlecht.

Bild: So warb Pro Rauchfrei 2010 in Bayern für ein "Ja" zum Nichtraucherschutz      

 

 

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