Aufmarsch der Narren

Pro Rauchfrei kritisiert Münchener Protest des Arbeitskreises zum Erhalt der Dorfwirtschaften

München - Am Montag, den 10.12., lädt der „Arbeitskreis zum Erhalt der Dorfwirtschaften und Kneipen“ (AEDK) zu einer „Prunksitzung“ in den Münchener Löwenbräukeller ein. Auf seiner Einladung ruft er zum „Protest gegen das totale Rauchverbot“ auf - und zwar alle Wirte, Raucher und Nichtraucher.

Der Verband Pro Rauchfrei - Lobby der Nichtraucher sieht diese Veranstaltung als Offenbarungseid einer Gruppe renitenter Wirte an, die mit falschen Aussagen alte Ängste schüren und neue erzeugen wollen.

„Die Initiatoren der Veranstaltung zeigen mit ihren Aussagen und Forderungen in erschreckender Deutlichkeit, was sie von demokratisch gefassten Beschlüssen des Landtags, von rechtsstaatlichen Prinzipien und Toleranz sowie Rücksichtnahme halten: Nichts. Im Gegenteil ist die Forderung des AEDK weder mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Einklang zu bringen noch mit den Notwendigkeiten, die sich aus den Erkenntnissen über das Gefahrenpotenzial von Tabakrauch ableiten - es wird ein allgemeines Willkür- und Schädigungsrecht für Raucher gefordert. Die implizite Botschaft, die dabei mitschwingt ist: Nicht rauchende Menschen sind unerwünscht oder müssen sich dem Zwang zum Mitrauchen ausliefern.“ sagt Axel Napolitano, Stellvertretender Vorsitzender von Pro Rauchfrei, dazu. „Eine sozial unverträgliche Haltung, die nicht mehr in unsere Zeit passt.“

Das im Januar in Bayern in Kraft tretende Rauchverbot ist keinesfalls ein „totales Rauchverbot“, wie es der AEDK darstellt. Es handelt sich um ein umfassendes Rauchverbot für klar definierte Bereiche und Geschäftsfelder. Wer rauchen will, der kann auch weiterhin rauchen - nur eben nicht mehr dort, wo er Dritte belästigen oder schädigen kann.

„Ausnahmen von Rauchverboten sind immer willkürlich gewählt und führen zu Ungerechtigkeiten. So zeigt sich am Beispiel von Baden-Württemberg sehr deutlich, dass nicht das Rauchverbot selbst, sondern die Ausnahmen davon die Existenz von Einraumwirtschaften und Kneipen bedrohen: Während Großbetriebe leicht einen Raucherraum einrichten können, haben kleine Betriebe diese Möglichkeit nicht. Raucher nutzen natürlich diese Ausweichmöglichkeiten und die Kleinen leiden unter zum Teil existenzbedrohenden Umsatzeinbußen“, führt Axel Napolitano, Stellvertretender Vorsitzender von Pro Rauchfrei, weiter aus.

Pro Rauchfrei kritisiert die Führungsschwäche der Bayerischen Staatsregierung, die sich von einigen Dorfwirten einschüchtern und erpressen lässt - zumindest drängt sich diese Sicht auf, wenn man die jüngsten Äußerungen aus dem Gesundheitsministerium und der Staatskanzlei vernommen hat: Man gibt Anleitung zur Umgehung des Gesetzes und sichert im gleichen Atemzug Vollzugsverzicht zu. Damit verspielt die Staatsregierung ihre politische Glaubwürdigkeit.

Pro Rauchfrei fordert die Staatsregierung daher auf, sich klar zum gefassten Beschluss des Landtags zu bekennen und dem Vorhaben einiger renitenter Dorfwirte eine klare und unmissverständliche Absage zu erteilen.

Presse-Direktkontakt:
Axel Napolitano
Stellvertretender Vorsitzender
Pro Rauchfrei e.V.
Tel. 0160 - 7449587

Pro Rauchfrei kritisiert Münchener Protest des Arbeitskreises zum Erhalt der Dorfwirtschaften

München - Am Montag, den 10.12., lädt der „Arbeitskreis zum Erhalt der Dorfwirtschaften und Kneipen“ (AEDK) zu einer „Prunksitzung“ in den Münchener Löwenbräukeller ein. Auf seiner Einladung ruft er zum „Protest gegen das totale Rauchverbot“ auf - und zwar alle Wirte, Raucher und Nichtraucher.

Der Verband Pro Rauchfrei - Lobby der Nichtraucher sieht diese Veranstaltung als Offenbarungseid einer Gruppe renitenter Wirte an, die mit falschen Aussagen alte Ängste schüren und neue erzeugen wollen.

„Die Initiatoren der Veranstaltung zeigen mit ihren Aussagen und Forderungen in erschreckender Deutlichkeit, was sie von demokratisch gefassten Beschlüssen des Landtags, von rechtsstaatlichen Prinzipien und Toleranz sowie Rücksichtnahme halten: Nichts. Im Gegenteil ist die Forderung des AEDK weder mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Einklang zu bringen noch mit den Notwendigkeiten, die sich aus den Erkenntnissen über das Gefahrenpotenzial von Tabakrauch ableiten - es wird ein allgemeines Willkür- und Schädigungsrecht für Raucher gefordert. Die implizite Botschaft, die dabei mitschwingt ist: Nicht rauchende Menschen sind unerwünscht oder müssen sich dem Zwang zum Mitrauchen ausliefern.“ sagt Axel Napolitano, Stellvertretender Vorsitzender von Pro Rauchfrei, dazu. „Eine sozial unverträgliche Haltung, die nicht mehr in unsere Zeit passt.“

Das im Januar in Bayern in Kraft tretende Rauchverbot ist keinesfalls ein „totales Rauchverbot“, wie es der AEDK darstellt. Es handelt sich um ein umfassendes Rauchverbot für klar definierte Bereiche und Geschäftsfelder. Wer rauchen will, der kann auch weiterhin rauchen - nur eben nicht mehr dort, wo er Dritte belästigen oder schädigen kann.

„Ausnahmen von Rauchverboten sind immer willkürlich gewählt und führen zu Ungerechtigkeiten. So zeigt sich am Beispiel von Baden-Württemberg sehr deutlich, dass nicht das Rauchverbot selbst, sondern die Ausnahmen davon die Existenz von Einraumwirtschaften und Kneipen bedrohen: Während Großbetriebe leicht einen Raucherraum einrichten können, haben kleine Betriebe diese Möglichkeit nicht. Raucher nutzen natürlich diese Ausweichmöglichkeiten und die Kleinen leiden unter zum Teil existenzbedrohenden Umsatzeinbußen“, führt Axel Napolitano, Stellvertretender Vorsitzender von Pro Rauchfrei, weiter aus.

Pro Rauchfrei kritisiert die Führungsschwäche der Bayerischen Staatsregierung, die sich von einigen Dorfwirten einschüchtern und erpressen lässt - zumindest drängt sich diese Sicht auf, wenn man die jüngsten Äußerungen aus dem Gesundheitsministerium und der Staatskanzlei vernommen hat: Man gibt Anleitung zur Umgehung des Gesetzes und sichert im gleichen Atemzug Vollzugsverzicht zu. Damit verspielt die Staatsregierung ihre politische Glaubwürdigkeit.

Pro Rauchfrei fordert die Staatsregierung daher auf, sich klar zum gefassten Beschluss des Landtags zu bekennen und dem Vorhaben einiger renitenter Dorfwirte eine klare und unmissverständliche Absage zu erteilen.

Presse-Direktkontakt:
Axel Napolitano
Stellvertretender Vorsitzender
Pro Rauchfrei e.V.
Tel. 0160 - 7449587