Rauchfreie Stadien

Setzen Sie sich zusammen mit uns ein für rauchfreie Stadien, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen an einem begeisternden Erlebnis teilnehmen können, in rauchfreier Luft. 

Sie sind im Fußballstadion und schauen sich das Spiel Ihres Lieblingsvereins an. Es ist ein hochrangiges Spiel, das Stadion ist fast ausverkauft. Die Fans sitzen dicht an dicht, brüllen vor Begeisterung, springen immer wieder auf. Es ist windstill, die Luft steht über der Menschenmenge, alle möglichen Gerüche kitzeln Ihre Nase. Nicht alle sind angenehm. Aber das Schlimmste sind die Rauchfahnen - jemand direkt vor Ihnen, rechts neben und irgendwo hinter Ihnen rauchen Leute. Schon nach kurzer Zeit sind Sie heiser, Ihre Augen tränen, Sie husten, Ihre Kleider stinken grässlich nach Tabakrauch. Bei jedem Spiel das Gleiche, denken Sie, wieso klappt das denn mit rauchfreiem Stadion beim Championsleague-Finale, bei der Endrunde der UEFA-Europameisterschaft und der FIFA-Weltmeisterschaften? Wieso schaffen das die englische Premier League und der FC Barcelona in seinem Stadion Camp Nou?

Die Fußballfans von Pro Rauchfrei wollen erreichen, dass zumindest die Stadien der drei Bundesligen rauchfrei werden, denn: Sport und Rauchen, das passt nicht gut zusammen! Machen wir eine kleine Rechnung nur für die 1. Bundesliga auf:

15
Stadien  
=18 - 3 rauchfreie
8.000
Raucher pro Spiel
=1/5 von im Schnitt 40.000 Zuschauern (Nichtraucherblöcke berücksichtigt)

40.000
gerauchte Zigaretten pro Stadion pro Spiel

=5 Zigaretten pro Raucher während eines Spiels
280.000 - 320.000
gerauchte Zigaretten pro Spieltag in ganz Deutschland
=40.000 Zigaretten mal 7 bzw. 8 Stadien
224.000 - 256.000
Nichtraucher müssen mitrauchen
=32.000 Nichtraucher pro Stadion mal 7 bzw. 8

 

 

Übersicht über die Stadien der Bundesliga und der 3. Liga

Aktueller Stand: Saison 2018/2019. Die Befragung der Vereine bezüglich Änderungen bei den Rauchfrei-Regelungen läuft gerade; Ergebnisse werden tagesaktuell eingetragen. Bei grau markierten Stadien liegt noch keine aktuelle Antwort für die Saison 2018/19 vor.

Neuerung ab August 2018: Rauchverbot auf allen Rängen der Allianz Arena! Ein Erfolg unseres Vorstands Rainer Nickel, unseres MItglieds Yvonne Neubauer und des FCB-Mitglieds Martin Rieb.

Verein Vereinslink Name d. Arena Rauchverbot rauchfreie Blöcke
1. Bundesliga
FC Bayern München www.fcbayern.de Allianz Arena ja  ja
SV Borussia Dortmund www.bvb.de Signal Iduna Park nein Rewe Familienblock
Bayer 04 Leverkusen www.bayer04.de BayArena ja (auf den Tribünen, nicht im Umlauf) ja 
Borussia Mönchengladbach www.borussia.de Stadion im Borussia Park nein

1A - 5A (geplant: zusätzlich 6A + 7A):

FC Schalke 04 www.schalke04.de Veltins Arena nein Familienblöcke und Promenade
1. FSV Mainz 05 www.mainz05.de Opel-Arena nein F-Block; neu in Vorbereitung: Durchsagen und Anzeigen für alle anderen Blöcke, die zum freiwilligen Verzicht aufs Rauchen auffordern.
Hertha BSC www.herthabsc.de/ Olympiastadion nein TEDi-Familienblock
VfL Wolfsburg www.vfl-wolfsburg.de Volkswagen-Arena nein NR-Block 48, Kinderblock 13, hlaber Block 10, halber Block 27
1. FC Nürnberg www.fcn.de Max-Morlock-Stadion nein Blöcke 19a (NÜRNBERG GEWINNT), 33 & 34 (ESW-Familienblock)
Fortuna Düsseldorf www.f95.de/home/   nein Familienblock
Hannover 96 www.hannover96.de HDI-Arena nein Blöcke S1 - S3
FC Augsburg www.fcaugsburg.de/ WWK-Arena nein Familienblock und Teilbereiche anderer Blöcke
SV Werder Bremen www.werder.de Weserstadion nein neu: Block 112, West Unterrang
VfB Stuttgart www.vfb.de Mercedes-Benz-Arena nein Haupttribüne: Block 20a
KÄRCHER Tribüne: Block 56a, 60b, 59b
Cannstatter Kurve: Block 43a+b
Untertürkheimer Kurve: Block 75a-e, 76a-e, 81a-c, 82a-c (Familienblock)
TSG 1899 Hoffenheim www.achtzehn99.de Wirsol Rhein-Neckar-Arena ja ja
Eintracht Frankfurt www.eintracht.de Commerzbank-Arena nein Nichtrauchgebot im Familienblock
SC Freiburg www.scfreiburg.com Schwarzwald-Stadion nein Familienblöcke (evtl. Änderungen nach Umzug in neues Stadion vorauss. 2020)
RB Leipzig www.dierotenbullen.com/ Red Bull Arena Leipzig nein 3 rauchfreie Blöcke
2. Bundesliga
FC Ingolstadt 04 www.fcingolstadt.de/home/ Audi Sportpark nein Familienblöcke R und S
SV Darmstadt 98 www.sv98.de/ Merck-Stadion am Böllenfalltor nein nein
1. FC Köln www.fc-koeln.de Rhein-Energie-Stadion ja ja
FC St. Pauli www.fcstpauli.de Millerntor-Stadion nein N1 (Familienblock) sowie K1 und K2 (Kinderblöcke)
VfL Bochum 1848 www.vfl-bochum.de/ Vonovia Ruhrstadion nein Bobbi Bolzers Familienblock; außerdem Stadioninnenraum,  Medienzentrum, Medienarbeitsbereiche, Kabinentrakt, Mixed Zone und verschiedene Gastrobereiche
1. FC Union Berlin www.fc-union-berlin.de Stadion an der alten Försterei nein nein
MSV Duisburg www.msv-duisburg.de/ Schauinsland-Reisen-Arena nein in Blöcken 7 und 12 sowie im KidsClub Block K
1. FC Magdeburg 1.fc-magdeburg.de/ MDCC-Arena nein  ja
SpVgg Greuther Fürth www.greuther-fuerth.de/ Sportpark Ronhof | Thomas Sommer nein WBG Familienblock
SC Paderborn 07 www.scpaderborn07.de/ Fritz-Walter-Stadion nein 2 Nichtraucherblöcke
1. FC Heidenheim www.fc-heidenheim.de/ Voith Arena nein freiwilliges Nichtrauchgebot i. Familienblock (neu: jezt in Block F1)
DSC Arminia Bielefeld www.arminia-bielefeld.de/ SchücoArena nein Familienblock
SV Sandhausen www.svs1916.de/ BWT-Stadion am Hardtwald nein Blöcke C3-rechts und D2-links
Hamburger SV www.hsv.de Volksparkstadion nein Blöcke 7 - 9
SG Dynamo Dresden www.dynamo-dresden.de/aktuelles.html DDV-Stadion nein Familienblock plus Blöcke C1-C5
FC Erzgebirge Aue www.fc-erzgebirge.de/ Erzgebirgsstadion nein nein
SSV Jahn Regensburg www.ssv-jahn.de/ Continantal Arena nein Familienblock
KSV Holstein Kiel www.holstein-kiel.de/ Holstein-Stadion nein nein
3. Bundesliga
FC Carl Zeiss Jena www.fc-carlzeiss-jena.de/startseite.html Ernst-Abbe-Sportfeld nein nein (Überlegungen, nach Stadionumbau Familienblock einzuführen)
SpVgg Unterhaching www.spvggunterhaching.de/ Alpenbauer Sportpark nein nein
1. FC Kaiserslautern www.fck.de Fritz-Walter-Stadion nein Familienblock und "Fanhallen" im Umlauf
Eintracht Braunschweig www.eintracht.com/wir-sind-eintracht/ Eintracht-Stadion nein Familienblöcke
VfL Osnabrück www.vfl.de/ Stadion an der Bremer Brücke nein Familienblöcke der Nord- und Südtribüne
SG Sonnenhof Großaspach www.sg94.de/ Mechatronik Arena nein Block F (Familienblock)
SC Preußen 06 Münster www.scpreussen-muenster.de/ Preußenstadion nein nein
FC Hansa Rostock www.fc-hansa.de/ Ostseestadion nein 5 rauchfreie Blöcke, neu: Block 36 gehört nun mit zum Familienblock
SC Fortuna Köln www.fortuna-koeln.de/ Südstadion nein Familienbereich
Hallescher FC www.hallescherfc.de Erdgas Sportpark nein nein
VfR Aalen www.vfr-aalen.de/ Ostalb Arena nein nein
SV Wehen Wiesbaden www.svwehen-wiesbaden.de/ Brita-Arena nein Familienblock O14
Karlsruher SC www.ksc.de/ Wildparkstadion nein nein; neue Überlegungen bei Stadionneubau geplant.
FSV Zwickau fsv-zwickau.de Stadion Zwickau nein Familienblock, neu: jetzt auf Haupttribüne A1 verlegt
Würzburger Kickers www.wuerzburger-kickers.de/ flyeralarm Arena nein nein
Sportfreunde Lotte http://www.sf-lotte.de/ Frimo Stadion nein nein
SV Meppen http://www.svmeppen.de/ Hänsch-Arena nein nein
FC Energie Cottbus www.fcenergie.de/start.html Stadion der Freundschaft nein REWE-Familienblock A
TSV 1860 München www.tsv1860.de/ Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße nein nein
KFC Uerdingen kfc-uerdingen.de/ Grotenburg-Stadion* nein nein

 

*Der KFC Uerdingen spielt in der kompletten Saison 2018/19 in der schauinsland-reisen-arena in Duisburg, da das Grotenburg-Stadion in diesem Zeitraum umgebaut wird.

Unseren Flyer mit den wichtigsten Argumenten für rauchfreie Stadien können Sie durch Klicken auf das Bild aufrufen und durch "Speichern unter..." herunterladen. 

Vorschaubild Flyer rauchfreie Stadien

Im folgenden Dokument findet sich eine ausführliche Begründung, warum Stadien per Gesetz rauchfrei sein sollten und wie sich dieses Gesetz durchführen lässt. Ein Klick auf das Dateisymbol öffnet das Pdf in neuem Fenster. 

In einer Briefaktion an die Innenministerien der Länder, an DFB und DFL haben wir die nachvollziehbaren und guten Gründe für eine Regulierung durch die Politik dargelegt, da ein Großteil der Vereine nicht an dem Thema interessiert scheint. Als Ergebnis hat sich auch die nordrhein-westfälische Innenministerin und Vorsitzende der Sportministerkonferenz Ute Schäfer an DFL und DFB gewandt, um im Sinne eines verbesserten Nichtraucherschutzes auf die Vereine einzuwirken. Von DFL und DFB gibt es in dieser Sache keine Reaktion. Pro Rauchfrei wird sich weiter für eine gesetzliche Regelung in Bezug auf rauchfreie Stadien einsetzen. 

1. Brief an DFB (Präsident Niersbach) und DFL (Präsident Rauball, Geschäftsführer Rettig)

Einführung eines generellen Rauchverbotes in den Stadien der 1. und 2. Fußball-Bundesliga.

Sehr geehrter Herr ,

"Wir möchten in unserem Königswettbewerb höchste Standards in Sachen Gesundheit, Sicherheit und Komfort bieten - Tabak hat da keinen Platz.", so UEFA-Präsident Michel Platini. Deshalb gab es nicht nur eine tabakfreie EURO 2012, sondern auch eine EURO 2016 und die Champions-League-Finals ohne Rauchen. Diese Regelung gilt ebenfalls bei Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft und dem DFB-Pokal-Finale in Berlin.

Pro Rauchfrei unterstützt den weltweiten Kampf gegen Tabakabhängigkeit und gegen tabakverursachte Todesfälle, mit dem Ziel, Menschen und Familien, speziell Kinder, vor den gefährlichen Folgen des Tabakkonsums für Passivraucher zu schützen.

Wir fordern deshalb die Einführung eines generellen Rauchverbotes in den Stadien der 1. und 2. Fußball-Bundesliga.

Das Rauchen ist die größte vollständig vermeidbare Todesursache:  Jährlich sterben weltweit über 6 Millionen Menschen an den Folgen des giftigen Tabakkonsums. 600.000 davon sterben an den Folgen des Passivrauchens, jedes 4. Opfer ist ein Kind.

Fußballvereine, die das Rauchen im Stadion erlauben, versäumen es, Ihre Stadionbesucher, Mitarbeiter, Spieler und insbesondere die Kinder gegen den giftigen Passiv-Tabakqualm zu schützen. Dies ist ein schwerer Sicherheits- und Gesundheitsmanel, den es zu verbessern gilt.

Dem Wunsch der immer größer werdenden Anzahl der Stadionbesucher nach mehr Nichtraucherschutz wird von immer mehr Vereinen entsprochen. Zu den Arenen der 1. Bundesliga in Sinsheim (TSG 1899 Hoffenheim), Leverkusen und Köln in denen schon seit einiger Zeit ein komplettes Rauchverbot eingeführt wurde, gesellt sich jetzt in der 2. Bundesliga Bochum; hier ist das Rauchen auf den Zuschauerrängen untersagt. Wie unsere Recherchen ergaben, hat diese Regelung sogar in der 3. Liga bei Heimspielen des FC Energie Cottbus, Jahn Regensburg und des Halleschen FC Gültigkeit. Auch die Anzahl der Vereine, bei denen zumindest mehr Nichtraucherblöcke eingerichtet wurden, hat sich seit der letzten Umfrage erhöht.

Trotzdem gibt es in den ersten beiden Ligen noch zu viele Arenen, in denen die Nichtraucher, insbesondere die Kinder, schutzlos dem Tabakrauch ausgesetzt sind, weil es nicht einmal Nichtraucherblöcke gibt. Als Beispiele seien aus der 1. Liga die Stadien in Bremen, Frankfurt, Freiburg, Mainz, Stuttgart und München (TSV 1860) erwähnt. Dort gibt es nicht einmal sog. „Familienblöcke“! Aus der 2. Liga kommen Aalen, Aue, Union Berlin, Düsseldorf, Fürth, Karlsruhe, Sandhausen, St. Pauli, Heidenheim und Darmstadt hinzu. Die 3. Liga soll in dieser Hinsicht gar nicht erwähnt werden. Wie Sie feststellen, ist die Einsicht in den Wert des Nichtraucherschutzes bei wenigen Vereinen vorhanden, aber noch nicht weit genug verbreitet.

Als Kompromisslösung haben einige Vereine sog. „Familienblöcke“ eingeführt. Aber wie unsere telefonischen Recherchen bei den ersten 3 Ligen zu Beginn der Saison ergaben, sind diese entweder sehr klein gehalten (zum Beispiel beim FC Bayern München), oder man kommt tatsächlich nur als Familie hinein. Was zwar löblich ist, aber den anderen Nichtrauchern in den Arenen nicht weiterhilft.

Sicher könnten Sie einwenden: „Dafür sind doch die Vereine verantwortlich, und da wollen wir uns nicht einmischen“. Aber ist das nicht zu einfach gedacht? Denn wenn eindeutig ersichtlich ist, dass die große Mehrzahl der Vereine (bis auf die wenigen oben erwähnten Ausnahmen) keinen Willen zeigen, etwas zur Gesundheit der zahlenden Besucher beizutragen, dann muss das eben „von oben“ angestoßen werden. Denn dass es möglich ist, Vorgaben zu machen, sieht man am Beispiel Pyrotechnik / Bengalische Feuer. Zwar gibt es hier immer wieder Verstöße gegen die Regeln, aber die Ordnungsdienste bemühen sich erfolgreich, ihre Einhaltung durzusetzen.

Wir von Pro Rauchfrei e.V. sehen großen Handlungsbedarf und gleichzeitig die Möglichkeit der Politik, positiv Einfluss zu nehmen.

Durch die Einführung einer Nichtraucherschutzregelung in deutschen Fußballstadien könnte der deutsche Fußballfan von einem internationalen Sicherheitsstandard profitieren, der längst in vielen anderen europäischen Ländern zum Alltag gehört. Neben den Fußballligen in Großbritannien, Kroatien und Irland, wo in allen Stadien ein Nichtraucherschutz gilt, gibt es eine steigende Anzahl von Vereinen in Europa, zum Beispiel den FC Barcelona, ​​die beschlossen haben, eine Nichtraucherschutz-Regelung in ihren eigenen Stadien einzuführen.

Pro Rauchfrei fordert Nichtraucherschutz-Regelungen für alle deutschen Fußballstadien, die jährlich von 13 Millionen Zuschauern besucht werden. Wir sind uns sicher, dass durch ein generelles Rauchverbot in deutschen Stadien alle Fußballfans, speziell jedoch die Kinder, sehr profitieren würden. 

Als Experten in diesem Umfeld, in dem wir mit einzelnen Vereinen, Ligen und der UEFA an der Verwirklichung eines umfassenden Nichtraucherschutzes zusammengearbeitet haben, würden wir uns sehr freuen, Sie bei der Entwicklung und Implementierung eines geeigneten Nichtraucherschutzes in Deutschland unterstützen zu dürfen.

Sehr geehrter Herr Niersbach, es würde uns riesig freuen, wenn Sie uns im Kampf für tabakfreie Arenen, und damit mehr Gesundheitsschutz der Mehrzahl der Besucher, unterstützen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Nickel
Vorstand
Pro Rauchfrei e.V.
Lobby der Nichtraucher 

2. Brief an DFB (Präsident Niersbach) und DFL (Präsident Rauball, Geschäftsführer Rettig)

Erinnerung: Einführung eines generellen Rauchverbotes in den Stadien der 1. und 2. Fußball-Bundesliga.

Sehr geehrter Herr ,

mit Datum 10. Januar 2015 haben Sie von uns einen Brief bekommen, in dem wir in den Stadien der 1. und 2. Bundesliga ein generelles Rauchverbot forderten.

 Wie uns von Frau Ministerin Schäfer, der Vorsitzenden der Sportministerkonferenz, mitgeteilt wurde, haben Sie darüber hinaus einen Brief von ihr erhalten, in dem sie an Sie appelliert, auf die Vereine als Träger des Hausrechts in den Stadien einzuwirken, um dieses Ziel zu erreichen.

Leider haben wir von Ihnen keine Antwort bekommen, und wissen daher nicht, wie Sie zu diesem Vorschlag stehen. Wir hoffen aber, dass Sie damit nicht zum Ausdruck bringen wollen,  dass Sie nichts von beiden im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen halten. Wenn doch, sollten Sie Ihre Position überdenken, denn so oder so wird die Zeit den Weg in die richtige Richtung weisen, zum Glück für die Kinder und die erwachsenen Nichtraucher.  

Warum ist der Nichtraucherschutz gerade in modernen Stadien so wichtig?

  1. In Deutschland sind von den 58 Stadien der ersten drei Fußballligen nur 6 Nichtraucherstadien. In einigen anderen gibt es Familienblöcke, die wiederum in einigen Fällen bei weitem zu klein geraten sind und keine echte Lösung darstellen. Da die Mehrzahl der Besucher Nichtraucher sind, müssten eher gesonderte Blöcke für Raucher eingeführt werden. Die schon bestehenden Nichtraucherblöcke sind Mogelpackungen, weil selbst dort das Rauchen nicht unterbunden wird. In Wirklichkeit handelt es sich bei den Nichtraucherblöcken um Passivraucherzonen, denn der Rauch von den anderen Blöcken dringt ungehindert in den Nichtraucherblock ein.
  2. In einer modernen Sportarena sitzen die Zuschauer in der Regel dicht an dicht, daher ist die Situation mit der eines gut gefüllten Raucherlokals vergleichbar. Aufgrund ihrer Bauweise lassen die neuen Stadien eine reinigende Luftzirkulation nicht mehr zu. Auch die Überdachung der Zuschauerränge erweist sich hier als negativ. Der Rauch kann nicht nach oben abziehen, er wird sogar wieder nach unten gedrückt. Davon sind besonders die Zuschauer in den Oberrängen betroffen. Das ist eine ganz andere Situation als in früheren offenen Stadien, daher kann man nicht mehr von einem klassischen Außengelände sprechen.

Zusammenfassend stellen wir fest:

  • Die Zuschauer in Stadien sind den Schadstoffen des Tabakrauchs ungeschützt ausgesetzt.
  • Der NR-Schutz darf nicht den Sportvereinen aufgebürdet werden. Die Gesellschaft muss allgemein gültige Regelungen festlegen.
  • Nichtraucherblöcke bieten keinen wirksamen Schutz vor dem Tabakrauch.
  • Das Recht des Nichtstörers hat Vorrang vor dem des Störers: Sport ist mit Tabak und Alkohol nicht vereinbar.
  • Ein Rauchverbot in den Stadien ist einfach durchführbar.

Aus diesen Gründen haben wir in unseren Briefen auch nicht eine Anregung formuliert, sondern eine Forderung. Eine Forderung an die Entscheidungsträger, tätig zu werden und die Situation zu verändern.

Wir freuen uns auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Nickel
Vorstand
Pro Rauchfrei e.V.
Lobby der Nichtraucher

 

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