Pressemeldungen

Unseren Kindern zuliebe: Rauchfrei an Haltestellen und im Auto

Haltestellen-Aktion zum WNT von Pro Rauchfrei e.V.

Mit einer Aufklebeaktion an Haltestellen schärft Deutschlands größter Nichtraucherverband zum Weltnichtrauchertag das Bewusstsein für Pressemeldung zur Haltestellenaktion 2016einen besseren Schutz unserer Kinder vor rücksichtlosen Rauchern.

Wartehäuschen an der Bus- oder Tramhaltestelle bieten Schutz vor Sonne, Wind und Regen. Gerade für Kinder ist das wichtig, um gut gelaunt z.B. in die Schule zu kommen. Sowohl Laune wie auch Gesundheit leiden aber beträchtlich, wenn die Unterstände verqualmt sind.

Aber auch im Auto sind Kinder wie in einer Blechbüchse gefangen, wenn der Fahrer oder Passagiere, oft sogar die eigenen Eltern, rauchen. Besonders für sie ist das zwangsweise Mitrauchen sehr schädlich und vermittelt ihnen ein falsches Gesundheitsbild.

Deshalb fordert Pro Rauchfrei zum Weltnichtrauchertag ein generelles Rauchverbot in Wartehäuschen und im Auto, sobald Kinder oder Schwangere mitfahren.

Während die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Gesundheitsorganisationen dem Rauchverbot im Auto das aktuelle Augenmerk schenken, geht Pro Rauchfrei mit seiner Aufklebeaktion einen Schritt weiter: „Wahrscheinlich werden Kinder und Jugendliche deutschlandweit auf ihrem Schulweg wohl nirgendwo mehr durch Zigarettenrauch belästigt als an Wartehäuschen des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs“, so Siegfried Ermer, Bundesvorsitzender von Pro Rauchfrei.

Seine Organisation wirbt daher mit 1.500 Aufklebern bundesweit an Haltestellen wie in Berlin, Hamburg, Norderstedt, Lübeck, Hannover, Düsseldorf, Frankfurt, Leipzig, Würzburg, Nürnberg, Fürth, Erlangen und München für den Kinderschutz vor Rauchern. 

Rauchchaos und Kippenteppich in Düsseldorf

Rauchchaos an der Kunstakademie DüsseldorfKunstakademie verstößt vorsätzlich gegen Rauchverbot

17.05.2016: Das Nichtraucherschutzgesetz von Nordrhein-Westfalen untersagt schon seit 2009 das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden, somit auch in der Kunstakademie Düsseldorf, einer Einrichtung des Bundeslandes NRW. Sowohl in ihrer Hausordnung als auch mindestens an einer Stelle im Gebäude findet sich ein Hinweis auf dieses Rauchverbot.

Der alljährliche Rundgang zum Ende des Wintersemesters, zu dem die Kunstakademie an fünf Tagen einlädt, gewährt etwa 40.000 Besuchern nicht nur einen Einblick in das künstlerische Schaffen, sondern auch in den verrauchten Alltag ihrer Studenten. Mit Kippen und anderem Müll verschmutzte Böden, randvolle Aschenbecher und rauchende Studenten prägen das Bild. Die Schlussfolgerung drängt sich auf, dass die Akademie auch an den übrigen 360 Tagen des Jahres alles andere als rauchfrei ist.

Vielleicht sollte man die Verantwortlichen auf die Situation hinweisen? Der Verbraucherschutzverband Pro Rauchfrei – Lobby der Nichtraucher – hat dies getan:

  • Was sagt das Aufsichtspersonal auf wiederholte Hinweise? Nichts.
  • Wie reagiert die Leitung der Kunstakademie auf wiederholte schriftliche Mitteilungen? Gar nicht. 
  • Was meint das Ordnungsamt dazu?  Keine Reaktion.
  •  Was macht die Bezirksregierung auf Anfrage? Weist nach eigener Aussage die Leitung der Kunstakademie auf die Pflicht zur Einhaltung des Gesetzes hin – vergeblich.
  • Was unternimmt das NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) auf Beschwerden hin? Es antwortet nicht.

Offensichtlich wird der seit Jahren beobachtbare Tabak-Konsum in der Kunstakademie vorsätzlich und widerrechtlich geduldet. Pro Rauchfrei wird diesen Missstand und den Gesetzesverstoß nicht akzeptieren und bleibt mit ihrer Landesleitung in der Sache weiter aktiv.

Osterschmuck an Tabakautomaten

Bundesweit wurden 1000 Zigarettenautomaten mit Aufklebern „geschmückt“.

 Eine bundesweit aufsehenerregende Protestaktion wurde von Mitgliedern des Nichtraucher- und Verbraucherschutzverbandes Pro Rauchfrei über Ostern initiiert.

An über 1000 Automaten klebt seit Mitte letzter Woche das Plakat „Geld oder Leben – Tabak kostet Dich beides“. Ein Totenkopf rundet den doppelten Sinn der Aktion ab.

Neben mehreren kleineren Gemeinden waren Schwerpunkte der Aktion die Großstädte München, Regensburg, Erlangen, Würzburg, Mannheim, Frankfurt, Düsseldorf, Dortmund, Hannover, Hamburg und Leipzig.

„Wenn zu Ostern nach altem Brauch die Brunnen geschmückt werden, dann will man damit auf die Bedeutung und Lebensnotwendigkeit von sauberem Wasser hinweisen. Zigaretten jedoch sind nicht lebensnotwendig, im Gegenteil, sie vernichten Leben vorzeitig. Zigarettenautomaten sind sowohl Giftspender wie auch Werbeflächen für ein gesundheits-gefährdendes Produkt, das Tag und Nacht verfügbarer ist als Wasser und Brot“, so der Bundesvorsitzende von Pro Rauchfrei, Siegfried Ermer.

Mit dieser Aktion zielt Pro Rauchfrei, Deutschlands größter Nichtraucher-Verbraucherschutzverband, auf die seit Jahrzehnten verfehlte Tabakpolitik in Deutschland ab, wo die Politik mit Geheimabsprachen und Mauscheleien bis hin zur Korruption willfähriger Erfüllungsgehilfe der Tabakindustrie ist. Deutschland übernimmt von Österreich die rote Laterne in der Tabakprävention in Europa (siehe WHO-Bericht).

Forderungen, die Pro Rauchfrei mit seiner Aktion an die Politik richtet, sind:

  • Bundesweit einheitlicher Nichtraucherschutz für alle gastronomischen Betriebe nach bayerischem Vorbild.
  • Verbot von über 350.000 Zigarettenautomaten, häufig auf öffentlichem Grund. In kaum einem anderen Land gibt es solche „Points of Sale“ in Europa, die trotz Elektronik leicht von Kindern „geknackt“ werden können, teilweise mit Unterstützung von Erwachsenen.
  • Rauchverbot im Auto, zumindest wenn Kinder oder Schwangere an Bord sind.
  • Verbot von Tabakwerbung jeder Art, einschließlich von gezielter Promotion in Film und Fernsehen.

Tabakautomaten-Aktion Ostern 2016: Bilder

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