Pressemeldungen

Pro Rauchfrei verurteilt Gesetzesvorlage der AfD

Fraktionsantrag zur Aufweichung des Nichtraucherschutzes kritisiert

11.07.2017  Deutschlands größter bundeweit agierender Nichtraucherverband Pro Rauchfrei hat die Gesetzesvorlage der AfD-Fraktion im Landtag von NRW heftig kritisiert und als nicht mit den eigenen Werten der Partei vereinbar gebrandmarkt.

„Wer einen so weitreichenden Gesetzesentwurf aus dem Hinterzimmer der Politik einbringt, bricht mit seinen eigenen Grundsätzen, weil er dies weder im Wahlprogramm angekündigt noch durch ein Votum aller seiner Mitglieder hat bestätigen lassen. Wenn die AfD Lobbyismus ablehnt und direkte Demokratie fordert, dann muss sie zuerst bei sich anfangen“, so der Bundesvorsitzender von Pro Rauchfrei, Siegfried Ermer.

Erklärend stellt der Verband fest, dass die AfD-Fraktion sich von den Lobbyisten des seit Jahrzehnten von der Tabakindustrie unterwanderden Dehoga instrumentalisieren lässt, wenn sie deren falsche Behauptungen von angeblichen Umsatzeinbußen ohne jegliche Überprüfung übernimmt und eine Rückkehr zum alten, schlechten Gesetz ohne demokratisches Votum ihrer Mitglieder durchboxen will. Denn in Wahrheit ist der Umsatz in Gastronomie und Hotellerie von NRW seit dem konsequenten Nichtraucherschutz nach jahrelangen Einbußen bzw. einer Stagnation trotz saisonaler Schwankungen stetig gestiegen.

Defizite in einigen Segmenten rühren vom geänderten Ausgehverhalten der Verbraucher her, aber nicht von einem eingeschränkten Rauchverbot.

Der Antrag der AfD-Fraktion ist ein Angriff auf die Volksgesundheit und den Geist des Konservatismus. Der Antrag muss bedingungslos zurückgezogen werden, so Pro Rauchfrei.

E-Zigarette könnte Nachbarstreitigkeiten wegen Rauchens lösen helfen

30.05.2017  Der Bundesverband Pro Rauchfrei geht neue Wege. Als erster Nichtraucherverband sieht er in der E-Zigarette eine Alternative zur Tabakzigarette als ein mögliches Hilfsmittel zur Schlichtung des damit verbundenen Zwists zwischen Rauchern und Nichtrauchern als Nachbarn.

„Wir sind keine Gesundheitsapostel, die den Raucher missionieren wollen. Als Verband der Nichtraucher orientieren wir uns an praktikablen Lösungen. Deshalb fordern wir bei Nachbarstreitigkeiten die Gerichte auf, die E-Zigarette als Ausweg aus der Belästigung und Schädigung von Nachbarn durch das Rauchen in ihre Entscheidungen einfließen zu lassen. Denn für vom Tabakrauch geplagte Menschen ist jeder Tag ein Nichtrauchertag“, so der Bundesvorsitzende von Pro Rauchfrei, Siegfried Ermer, in einer Stellungnahme zum Weltnichtrauchertag.

Darüber hinaus fordert der Verband eine sofortige Umsetzung des von Minister Schmidt eingebrachten Gesetzes für ein Tabakwerbeverbot und eine bundeseinheitliche Regelung für einen echten Nichtraucherschutz nach bayerischem Vorbild.

CDU/CSU für Pro Rauchfrei ohne Tabakwerbeverbot nicht wählbar

21.05.2017  Das von uns lange geforderte Tabakwerbeverbot soll jetzt als Mogelpackung kommen: Nur vor Schulen und Jugendzentren soll nicht geworben werden dürfen. Das haben sich die Langzeitblockierer der CDU/CSU auf Empfehlung der Tabaklobby so ausgedacht.

Jedoch darf laut dem Werbekodex des Deutschen Zigaretten-Verbandes (früher VdC, Verband der Cigarettenindustrie) tatsächlich schon seit 23 Jahren nicht mehr im Umfeld (100 m) von Schulen und Jugendzentren für Tabakprodukte geworben werden.

Würde diese Regelung nun als Gesetz verabschiedet, bliebe alles genauso wie jetzt. Ein so plumpes Täuschungsmanöver hätten nicht einmal wir von gefügigen Politikern erwartet.

„Sollte die CDU/CSU-Fraktion das Tabakwerbeverbotsgesetz in der von Minister Schmidt vorgelegten Fassung bis zur Bundestagswahl weiter blockieren oder verwässern, sind diese Parteien für Pro Rauchfrei und damit für alle vom Tabakrauch geplagten Bürgerinnen und Bürger nicht wählbar", so Siegfried Ermer, der Bundesvorsitzende von Pro Rauchfrei e.V., Deutschlands größtem Nichtraucherschutzverband. In einer E-Mail an die Abgeordneten der Union hat Pro Rauchfrei seine Forderungen für ein echtes Tabakwerbeverbot aufgezeichnet. Schließlich ist Deutschland das einzige Land in Europa, in dem öffentlich noch für die Tabakdroge geworben werden darf.
Argumente für ein Tabakwerbeverbot

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.