Pressemeldungen

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Viele Särge auf Straches Schreibtisch

12.12.2017  Nun hat er es also geschafft. Strache, der selbst nikotinsüchtig ist, hat seine Landsleute vergiftet mit der Aufkündigung eines Gesetzes, das Tausende Menschenleben gerettet und schmerzhafte Krankheiten verhindert hätte.

Pro Rauchfrei, Deutschlands größter Nichtraucherverband, erklärt sich solidarisch mit Österreichs beliebtem Journalisten Kurt Kuch, der seinen eigenen Lungenkrebstod als Fanal dazu benutzt hat, endlich einen umfassenden Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen in Europas Raucherparadies Österreich zu fordern. Und er hatte damit Erfolg, bis der Schreibtischtäter Strache die ÖVP und damit die ganze Nation erpresst und sie über Bayerns Nichtraucherschutz bewusst belogen hat.

"Lügen haben kurze Beine. Wenn Herr Strache wahrheitswidrig behauptet, das strikte Rauchverbot für Gaststätten seit 2010 habe Bayerns Gastronomie Umsatzverluste beschert, disqualifiziert er sich schon, bevor er überhaupt in den Regierungsring steigt", kommentiert Siegfried Ermer, Bundesvorsitzender von Pro Rauchfrei, die Entwicklung im Nachbarland.

Pro Rauchfrei fordert die Bürger Österreichs und die verantwortungsbewussten Politiker des Landes zum Widerstand gegen den Sichelmann Strache und zu einem Volksbegehren auf. Pro Rauchfrei sagt dabei seine volle Unterstützung und Erfahrung zu. Schließlich war Pro Rauchfrei Hauptinitiator für das Nichtraucher-Volksbegehren in Bayern, das dann unter der Federführung der ÖDP erfolgreich abgeschlossen wurde.

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Und hier noch ein Punkt, den "die Freiheitlichen" sich zu Herzen nehmen sollten:

Sprechen wir von den Hauptbetroffenen: den Kellnern. Sie haben laut einer Studie des Nordischen Projekts zur Erforschung von berufsbedingtem Krebs (NOCCA). an 15 Millionen Menschen das höchste Risiko unter allen untersuchten Berufsgruppen, an Kehlkopf-, Mundhöhlen-, Leber-, Zungen-, Lungen-, Blasen- sowie Dick- und Enddarmkrebs zu erkranken.  In Österreich waren 2016 rund 208.000 Personen im Gastgewerbe beschäftigt. Letztlich erkrankt heute jeder zweite Mensch an Krebs, allein bei österreichischen Kellnern und Bedienungen werden es daher deutlich mehr als 100.000 Personen in den folgenden Jahren und Jahrzehnten sein, neben rauchenden leider auch nichtrauchende Beschäftigte. Denn anders, als gern behauptet wird, müssen auch Nichtraucher aus wirtschaftlichen Zwängen in der Gastronomie arbeiten. Die von der FPÖ propagierte Freiheit für Raucher, sich selbst zu vergiften, geht Hand in Hand mit der Unfreiheit der Nichtraucher, sich vergiften lassen zu müssen.

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Tabakwaren nur noch in lizenzierten Fachgeschäften

In der Diskussion um sogenannte Vorsteckkarten, die die Krankheitsbilder auf den Zigarettenschachteln beim Verkauf verdecken sollen, hat sich jetzt Deutschlands Nichtraucherverband Pro Rauchfrei eingeschaltet.

In der öffentlichen Diskussion werden oft besorgte Eltern vorgeschoben, die sich über die Warnbilder, hauptsächlich vor Lebensmittelkassen,  aufregen, weil diese ihre Kinder verunsichern könnten.

Dabei sind es eher die Tabakkonzerne, für die Warnbilder ein Dorn in ihrer Strategie darstellen, Kinder und Jugendliche zum Rauchen zu animieren.

Daher wiederholt Pro Rauchfrei seine langjährige Forderung nach einem Verkauf von Tabakprodukten nur noch in lizenzierten Fachgeschäften.

„Wir bräuchten die Warnbilder auf den Zigarettenschachteln nicht, wenn alle Zigarettenautomaten in Deutschland verschwinden würden und Tabakwaren generell nur noch in lizenzierten Fachgeschäften vertrieben werden dürfen. Schließlich sind Zigaretten keine Lebensmittel, sondern Drogen, die nur Gesundheitsschäden und Tod verursachen“, so Siegfried Ermer, Bundesvorsitzender von Pro Rauchfrei.

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Deutscher Mieterbund betreibt Gehirnwäsche

Pro Rauchfrei wirft Mieterbund, aber auch „Haus und Grund“, manipulative Aussagen vor

17.10.2017  In Verlautbarungen des Deutschen Mieterbundes (DMB) oder des Eigentümervereins Haus und Grund heißt es regelmäßig: „Rauchen generell erlaubt“ oder „Rauchen darf nicht verboten werden“.

Wohnsilo: Kein Entkommen für NichtraucherGegen diese Aussagen wehrt sich der Nichtraucherbundesverband Pro Rauchfrei vehement und wirft diesen Verbänden Manipulation in Form einer „Gehirnwäsche“ vor.

„Denn wer so argumentiert, macht sich zum Täteranwalt und verhöhnt die Opfer. Statt allen Mietern gleichermaßen verpflichtet zu sein, stachelt der Mieterbund den Störer (Raucher) noch an, den Nichtstörer (Nichtraucher) weiter zu drangsalieren. Denn nichts anderes läuft regelmäßig in Wohnsilos ab, wo vor allem finanziell schwache Menschen ohnmächtig und noch immer von der Justiz weitestgehend im Stich gelassen, Rauchern ausgesetzt sind“, so Siegfried Ermer, der Bundesvorsitzende von Pro Rauchfrei, Deutschlands größtem Nichtraucher- und Verbraucherschutzverband.

Dabei geht es gar nicht ums Rauchen an sich, sondern um die Rücksichtnahme auf Nachbarn. Rücksicht, wie sie bei Lärm und Gestank angesagt ist, ist für Raucher nämlich meist ein Fremdwort. Denn sie fühlen sich als Täter im Recht, wenn ihnen der Deutsche Mieterbund suggeriert, dass sie quasi quarzen dürfen, so oft, wo und wie lange sie wollen. Die Rechte seien ausschließlich beim Raucher, der Nichtraucher habe sich unterzuordnen.

Dagegen begehrt der Bundesverband Pro Rauchfrei auf. Er verweist darauf, dass der Nichtraucher durchaus ein elementares Recht auf eine rauchfreie Wohnung hat und der Vermieter mit seinen Mietern eine Vereinbarung zum Nichtrauchen treffen kann. Schließlich haben Bundesverfassungsgericht und Bundesgerichtshof die Qualen von rauchbelasteten Bürgern als Gesundheitsgefährdung anerkannt.

Pro Rauchfrei fordert daher:

  • Wohngenossenschaften sollten verpflichtet werden bzw. sein, jeden Interessenten zu fragen, ob er lieber eine rauchfreie Wohnung anmieten möchte oder nicht.
  • Es gehört zur sozialen Verantwortung, dass Wohngenossenschaften ausreichend Wohnungen für Nichtraucher zur Verfügung stellen. Sie sollten mind. 30 % aller in ihrem Eigentum oder ihrer Verwaltung stehenden Wohnungen als rauchfrei deklarieren (müssen). Das bedeutet, dass diese Wohnungen am besten alle in einem „Nichtraucherhaus“ bereitgestellt oder wenigstens so in einer Wohnanlage platziert werden, dass Nichtraucher nicht durch Raucher in der Nutzung ihrer Wohnung (Balkon, Lüften) eingeschränkt, belästigt oder gar gesundheitlich geschädigt werden. Als Vorbild nennt Ermer Deutschlands erste rauchfreie Wohnanlage „Schwalbennest“ in Halle Süd, deren Realisierung von Pro Rauchfrei initiiert wurde.
  • Mieterbund und „Haus und Grund“ sollten ihrer Klientel juristischen Beistand bieten, wenn es um den Schutz von Nichtrauchern geht. Hierzu gehören auch rechtssichere Vereinbarungen zwischen Vermieter und Mieter, dass in diesen Wohnungen/Wohnanlagen nicht geraucht werden darf. Unbedingt sollten sie aufhören zu behaupten, dass Rauchen (uneingeschränkt) „auf Teufel komm raus“ erlaubt sei.

Für rauchgeplagte Mieter bietet Pro Rauchfrei seinen Mitgliedern die Mediation und unter bestimmten Voraussetzungen eine finanzielle Hilfe bei Gerichtsverfahren an. Und Eigentümern gibt der Verband juristischen Rat bei der Abfassung von Vereinbarungen für eine rauchfreie Vermietung.

Den Wohngenossenschaften schließlich bietet Pro Rauchfrei an, sie bei der Umsetzung von Nichtraucherwohnungen/-anlagen zu unterstützen.