Pressemeldungen

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Täglich grüßt das Murmeltier

Nichts Neues in Sachen Tabakwerbeverbot und Lobbyregister

Tabakwerbeverbot verschleppt No more Excuses

14.02.2018  Weil es mit der Koalitionsvereinbarung weder ein Tabakwerbeverbot noch ein Lobbyregister gibt, bezeichnet der Verband Pro Rauchfrei die Vereinbarung als gesundheitlichen Staatsstreich.

Dafür macht der Verband Volker Kauder (CDU) verantwortlich, der bereits in der letzten Legislaturperiode entgegen jeder parlamentarischen Gepflogenheit das Thema Tabakwerbeverbot in diktatorischer Manier von der Tagesordnung des Bundestags nehmen ließ und zum Vermodern in eine Zigarrenkiste sperrte.

Vergessen hat Pro Rauchfrei auch nicht die Tatsache, dass Herr Kauder schon 2007 ein Positionspapier des damaligen Verbandes der Cigarettenindustrie (VdC) unter Weglassung des verräterischen Briefkopfs als Vorlage für die Erarbeitung eines Nichtraucherschutzgesetzes ins Spiel brachte. Pro Rauchfrei hatte damals diesen Skandal aufgedeckt.

„Skrupellos wie ein Zuhälter sorgt der Strippenzieher Kauder zusammen mit seinen Rauchfreunden seit Jahren dafür, dass die Tabaklobby in Deutschland mit ihren Werbebotschaften einzigartig in Europa zügellos Urstände feiern kann. Da mag Bundeskanzlerin Merkel noch so viel Erneuerung versprechen. Die, die ihre Zukunft schon hinter sich haben, sorgen eifrig seit Jahrzehnten dafür, dass Millionen Raucher und Passivraucher eine schlechte Zukunft vor sich haben. Das Lobbyistenkartell Bundesregierung dreht sich weiter, ganz nach dem Motto 'Und täglich grüßt das Murmeltier'", so der Bundesvorsitzende von Pro Rauchfrei, Siegfried Ermer.

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Kippe im Mund, ein (zu) häufiges Rollenmodell im TV

Hauptdarsteller auf deutschen Bildschirmen ist zunehmend die Zigarette

Die Programmverantwortlichen von ARD und ZDF leben auf einer Insel der Seligen. Auf ihr wird kaum geraucht, und wenn, dann nur so, dass es nicht zur Nachahmung anregt. Das steht in den Programmrichtlinien, und da es deswegen auch so sein muss, bekommt jeder Zuschauer auf Beschwerden hin geschönte Auskünfte.

In Wirklichkeit sind deutsche Filme, besonders im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, wieder mehr und mehr verraucht. Beispielsweise hat eine Untersuchung kürzlich zutage gefördert, dass in 33 von 39 Filmen, die für den deutschen Filmpreis nominiert wurden, geraucht wird.

Krimis mit Rauchszenen, Krimis nach 20 Uhr - zwei KreisdiagrammeViel Qualm fanden auch Mitglieder von Pro Rauchfrei 2016 auf den Bildschirmen, als sie zwei Wochen im April insgesamt 82 Krimis auf ARD, ZDF, zdf neo, RTL und SAT1 anschauten und dabei die Rauchszenen dokumentierten. Festgestellt wurde, dass in deutschen Produktionen beinahe in jeder 2. Produktion geraucht wurde, bei Filmen nach 20 Uhr in mehr als der Hälfte. Der Sendeplatz um 20.15 Uhr, der auch für Jugendliche interessant ist, stach dabei besonders unrühmlich hervor.

Um bei Krimis zu bleiben: Zunehmend rauchen wieder Kommissare und positiv besetzte Hauptfiguren häufig auch in Räumen mit Rauchverbot oder im Pkw und entsorgen die giftigen Kippen in der Natur oder auf der Straße. Negative Konsequenzen dieses Verhaltens werden sehr selten gezeigt.

„Die öffentlich-rechtlichen Sender missachten vorsätzlich ihren Bildungs- und Informationsauftrag bei diesen Produktionen, indem sie die Gefahren des Rauchens in Unterhaltungssendungen verharmlosen“, so Siegfried Ermer, Vorstandsvorsitzender von Pro Rauchfrei. Rollenmodelle in Filmen haben nachweislich Einfluss auf die Zuschauer. Von Jugendlichen präferierte Formate wie Reality-Shows, Sitcoms oder Sci-Fi- bzw. Fantasyfilme sind ebenfalls stark verqualmt, ohne dass sich irgendjemand verantwortlich fühlt, dem gegenzusteuern. „Die Sender müssen, wenn sie Auftraggeber für Produktionen sind, den von ihnen gewollten präventiven Ansatz gegenüber der Produktionsfirma mit Nachdruck einfordern“, mahnt Ermer: „Tabakprävention darf nicht auf Ratgebersendungen beschränkt bleiben, wenn wir die Zahl von Tabaktoten in Deutschland wirklich senken wollen.“

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Viele Särge auf Straches Schreibtisch

12.12.2017  Nun hat er es also geschafft. Strache, der selbst nikotinsüchtig ist, hat seine Landsleute vergiftet mit der Aufkündigung eines Gesetzes, das Tausende Menschenleben gerettet und schmerzhafte Krankheiten verhindert hätte.

Pro Rauchfrei, Deutschlands größter Nichtraucherverband, erklärt sich solidarisch mit Österreichs beliebtem Journalisten Kurt Kuch, der seinen eigenen Lungenkrebstod als Fanal dazu benutzt hat, endlich einen umfassenden Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen in Europas Raucherparadies Österreich zu fordern. Und er hatte damit Erfolg, bis der Schreibtischtäter Strache die ÖVP und damit die ganze Nation erpresst und sie über Bayerns Nichtraucherschutz bewusst belogen hat.

"Lügen haben kurze Beine. Wenn Herr Strache wahrheitswidrig behauptet, das strikte Rauchverbot für Gaststätten seit 2010 habe Bayerns Gastronomie Umsatzverluste beschert, disqualifiziert er sich schon, bevor er überhaupt in den Regierungsring steigt", kommentiert Siegfried Ermer, Bundesvorsitzender von Pro Rauchfrei, die Entwicklung im Nachbarland.

Pro Rauchfrei fordert die Bürger Österreichs und die verantwortungsbewussten Politiker des Landes zum Widerstand gegen den Sichelmann Strache und zu einem Volksbegehren auf. Pro Rauchfrei sagt dabei seine volle Unterstützung und Erfahrung zu. Schließlich war Pro Rauchfrei Hauptinitiator für das Nichtraucher-Volksbegehren in Bayern, das dann unter der Federführung der ÖDP erfolgreich abgeschlossen wurde.

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Und hier noch ein Punkt, den "die Freiheitlichen" sich zu Herzen nehmen sollten:

Sprechen wir von den Hauptbetroffenen: den Kellnern. Sie haben laut einer Studie des Nordischen Projekts zur Erforschung von berufsbedingtem Krebs (NOCCA). an 15 Millionen Menschen das höchste Risiko unter allen untersuchten Berufsgruppen, an Kehlkopf-, Mundhöhlen-, Leber-, Zungen-, Lungen-, Blasen- sowie Dick- und Enddarmkrebs zu erkranken.  In Österreich waren 2016 rund 208.000 Personen im Gastgewerbe beschäftigt. Letztlich erkrankt heute jeder zweite Mensch an Krebs, allein bei österreichischen Kellnern und Bedienungen werden es daher deutlich mehr als 100.000 Personen in den folgenden Jahren und Jahrzehnten sein, neben rauchenden leider auch nichtrauchende Beschäftigte. Denn anders, als gern behauptet wird, müssen auch Nichtraucher aus wirtschaftlichen Zwängen in der Gastronomie arbeiten. Die von der FPÖ propagierte Freiheit für Raucher, sich selbst zu vergiften, geht Hand in Hand mit der Unfreiheit der Nichtraucher, sich vergiften lassen zu müssen.